Rechtsgrundlagen

Ambulant Betreutes Wohnen

wird finanziert im Rahmen der Eingliederungshilfe nach §§ 53, 54 SGB XII.

Abweichungen:

  • Übersteigt ihr Vermögen die Grenzen von aktuell € 2600,–, muss der übersteigende Betrag zuerst eingesetzt werden. (§ 90 SGB XII)
  • Übersteigt das Einkommen des Hilfeempfängers den doppelten Regelsatz zuzüglich der Kosten der Unterkunft sowie speziell anerkannter Versicherungsbeiträge, muss der Hilfeempfänger einen Teil der monatlichen Betreuungskosten übernehmen. (§§ 85 ff SGB XII)
  • Die Eltern des Hilfeempfängers müssen sich mit einer Pauschale von aktuell € 31,07 monatlich an den Betreuungskosten beteiligen. Diese Pauschale ist unabhängig von Einkommen und Vermögen der Eltern. Eine Ausnahme gilt für Eltern, die selbst Grundsicherung oder ALG II , oder ein geringes Einkommen in Höhe der Grundsicherung beziehen. (§ 94 Abs. 2)
  • Kinder des Hilfeempfängers sind – abhängig von ihrem Einkommen und Familienstand – unterhaltspflichtig. Siehe dazu: BGB §1609

Beantragung:
Sozialhilfeantrag an die Stadt- oder Landkreisverwaltung (Amt für besondere Hilfen, Sozialamt) in der Regel mit aktuell ausgefülltem IBRP (integrierter Rehabilitations- und Behandlungsplan) und Formblatt Hb. Beantragung der Kostenübernahme im Anschluss an eine vollstationäre Akutbehandlung in einer psychiatrischen Klinik durch den Kliniksozialdienst. Ansonsten durch ambulante begleitende Dienste, in der Regel den Sozialpsychiatrischen Dienst, oder eine bisherige andere betreuende Einrichtung. Die Beantragung kann auch, falls vorhanden, der gesetzliche Betreuer übernehmen.